Nord-/Ostsee

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Hinter der Nebelwand

Pfingstmontag 1911. In Windeseile spricht sich Grauenvolles am Deich herum und versetzt die Bevölkerung an Dithmarschens Küste in helle Aufregung: Die Nachmittagsflut hat ein führerloses Motorboot aus der Nebelwand mitgebracht und im Hafen von Eckstedt angespült. In dem Boot liegt ein Toter – erschossen und das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Der Landarzt Dr. Frank Wittenborg wird mit der Obduktion der Leiche beauftragt. Das Ergebnis seiner Untersuchungen ist so überraschend, dass er sich in die polizeilichen Ermittlungen einschaltet.
Doch zwischen Kieler Marine-Milieu und Husumer Hafenszene, Dithmarscher Geldadel und Ostpreußischen Einwanderern ist es für den zugezogenen Landarzt schwer, den Motiven des Mordes auf den Grund zu gehen und alle Spuren scheinen sich wie im Nebel zu verlieren...
Wahr oder Wahrscheinlich
Den Kriminalfall hat es wirklich gegeben. Jörgen Bracker stieß auf ihn, als er 1980 einen historischen Krabbenkutter erstand und restaurierte. Ihm wurde mulmig, als ihm Gerüchte zu Ohren kamen, er besäße ein Unglücksschiff, auf dem einst ein Mord stattfand.
Der Historiker von Beruf und aus Berufung begab sich auf die Spur des Verbrechens. Er durchforstete die Zeitungsarchive und machte Zeitzeugen ausfindig. Der Mord wurde seinerzeit geklärt, doch die Umstände sind ein Spiegel der damaligen Zeit zwischen Seefahrerträumen, der Kaiserlichen Marine, ostpreußischen Einwanderern und einer aufblühenden Fischereiwirtschaft – in „Hinter der Nebelwand“ erweckt Jörgen Bracker diese Zeit und ihre Typen mitreißend zum Leben.

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Mord im Watt

Durch Zufall entdeckt Till Lorentzen in der Schaltzentrale der Nordsee-Raffinerie Wilhelmshaven, dass das System von au ßen kurzzeitig fremdbestimmt wird. Kurze Zeit später ist er tot. Ein Unfall? Hauptkommissarin Oda Wagner muss die Ermittlungen zunächst ohne ihre Kollegin Christine Cordes beginnen, doch auch die wird auf ihrer Urlaubsinsel Langeoog mit in den Fall hineingezogen.
Ölpestverdacht an der Nordsee, Manipulation in der Raffinerie: ein neuer Fall für die beiden Kommissarinnen.
Christiane Franke ist mit ihrem neuen Buch ein Kriminalroman gelungen, der unterhaltsam und flüssig zu lesen ist. Die Figuren sind in sich stimmige, glaubwürdige Persönlichkeiten, die auch für neue Leser gut eingeführt und individualisiert sind. Die beiden Kommissarinnen sind charismatische Persönlichkeiten. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei der Leser Einblick in die Gefühlswelten von Haupt - und Nebenfiguren erhält und sich dadurch in die verschiedenen Figuren hineinversetzen kann. Das gilt für Ermittler, Opfer und Täter gleichermaßen. Die interessanten Schauplätze verleihen dem Kriminalroman zusätzlichen Reiz.
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Die Mörderin Ruth Blaue

Eine Mittelstadt in Schleswig-Holstein 1946 -voller Flüchtlinge, versprengter Soldaten, Gestrandete des großen Krieges. Dem Inferno entronnen, ringen sie weiter ums Überleben, versuchen, sich im Chaos eine neue Existenz zu schaffen.
So auch Ruth Blaue und der deutlich jüngere, einundzwanzigjährige Jagdflieger Horst Buchholz, der sich als Holzbildhauer versucht. Zwischen ihm und der Frau, die sich zu dem sensiblen Mann hingezogen fühlt, ist bereits ein Abhängigkeitsverhältnis entstanden, als der Ehemann John aus dem Krieg zurückkehrt. In einer Novembernacht wird John Blaue das letzte Mal lebend gesehen. Ein halbes Jahr später finden Kinder in einem Teich nahe Elmshorn die Leiche eines Mannes mit zertrümmertem Schädel. Zehn Jahre vergehen bis zur Identifizierung: Der Tote ist John Blaue. Seine Frau und Horst Buchholz, sie leben jetzt nach Stationen in Dithmarschen und Hamburg miteinander im Schwarzwald, gestehen, widerrufen, gestehen, widerrufen ... Vor Prozessbeginn in Itzehoe tötet Buchholz sich selbst, Ruth Blaue geht lebenslänglich ins Zuchthaus Lübeck-Lauerhof. Bis zuletzt bleibt sie dabei: „Aber gemordet habe ich nicht."
Dieses Buch ist die erste seriöse literarische Auseinandersetzung mit diesem Mordfall, der Anfang der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Öffentlichkeit stark bewegte. Nie zuvor öffnete die Justiz der Forschung die vollständigen Prozessakten einschließlich der psychiatrischen Gutachten. Der Autor gibt eine völlig neue Deutung des dramatischen Geschehens und ruft ein Stück Nachkriegsgeschichte Schleswig-Holsteins in Erinnerung.
1963 wurde dieser Kriminalfall in der Reihe „Stahlnetz" unter der Regie von Jürgen Roland mit dem Titel „ Das Haus an der Stör" verfilmt. Der Film beruht auf dem authentischen Fall, allerdings wurden der Schauplatz und die Namen der beteiligten Personen verändert. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Wolfgang Menge.

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Tod am Hafenkai

Sommer 1932 in Mittelholstein. Die wirtschaftliche Not wird immer schlimmer, der Aufstieg der nationalsozialistischen Bewegung schreitet voran, Ende Juli sind Reichstagswahlen. Im Itzehoer Störhafen entdeckt ein Angler eine männliche Leiche mit eingeschlagenem Schädel, neben ihr liegen zwei sturzbetrunkene junge Männer. Bei dem Toten handelt es sich um einen Junglehrer und Laienkünstler, der als charismatisch, elitär, eitel und streitsüchtig galt. Die beiden jungen Männer sind Abiturienten, Söhne angesehener Familien der Stadt. Sind sie Verdächtige in einem Mordfall oder zumindest wichtige Zeugen?
Anwalt Johannes Blum übernimmt die Vertretung des Schülers Hinrich van de Los, der für den ermittelnden Kommissar schnell zum Verdächtigen wird. Als die Nachforschungen ins Stocken geraten, versuchen Blum, seine Freundin Agnes und der befreundete Anwalt Brixen die letzten Stunden im Leben des toten Lehrers mithilfe einer „Dejä-vu-Tour" nachzukonstruieren. Neue Hinweise finden sich, doch dann gibt es eine Wendung in dem Fall, mit der niemand gerechnet hat.
Wie bei Johannes Blums erstem Fall „Tod in der Scheune" sind der Todesfall und die Ermittlungen frei erfunden. Orte, Lokalkolorit, Lebensumstände und die zeitgeschichtlichen Fakten sind jedoch wiederum real und basieren auf umfangreichen Recherchen.

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Sehnsucht nach der Ferne

1942 im pommerschen Stargard geboren, gerät Klaus-Peter Stielow nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Familie nach Rostock, um später von dort aus die Welt zu erobern. In seinen Memoiren skizziert er zunächst die Kindheit und den Familienalltag in der DDR. Mit Abenteuerlust und Sehnsucht nach der Ferne bewirbt sich der junge Werft-Schlosser bei der Deutschen Seerederei in Rostock. Als Reinigungskraft auf einem Passagierschiff beginnt Stielow die Seemannslaufbahn, arbeitet sich dann zum Hilfsmaschinisten und schließlich zum Chiefengineer hoch. Die mit vielen Bildern und Episoden dokumentierten Reisen führen ihn auch zu Orten, die für die meisten DDR-Bürger tabu sind, wie Neapel, Istanbul, Athen, Marseille oder Mexiko. Als der Autor 1979 den akademischen Grad des Diplomingenieurs erwirbt, endet der erste Teil seiner Erinnerungen.

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Tod in der Scheune

Im September 1931 wird an der Westküste Schleswig-Holsteins eine Bauerntochter erhängt in einer Scheune aufgefunden. Walerjan Smucek, ein junger polnischer Erntehelfer vom benachbarten Gut, kauert völlig verstört bei der Leiche und legt ein Geständnis ab. Der „Scheunenmord“ bewegt die ganze Gegend. Viele warten auf einen schnellen, kurzen Prozess und die Todesstrafe – die Sache scheint ja klar. Da die Familie der Toten aus der schwarzbraunen „Landvolkbewegung“ stammt, erreicht der Fall zudem eine politische Brisanz: Der Bruder, ein SA-Mann, fordert am Grab „Deutsche Sühne“. Doch dann wird der Rechtsanwalt Johannes Blum zum Pflichtverteidiger des Polen bestellt, ein Gegner der im damaligen Deutschland zulässigen Todesstrafe. Im Gefängnis hört er vom Angeklagten eine ganz andere Geschichte, in der es um eine heimliche, hoffnungslose Liebe und um den Plan eines gemeinsamen Selbstmords geht. Blum kann das schwer glauben, aber es gibt Ungereimtheiten. Zu Prozessbeginn gibt es einen großen Presseandrang. Ein Mob auf den Zuschauerbänken und ein SA-Aufmarsch begleiten die Eröffnung. Schwere Tumulte gehen mit der Verhandlung einher und Rechtsanwalt Blum fürchtet um seine Sicherheit und Reputation. Wie wird das Schwurgericht diesen Fall entscheiden?
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Tot auf Töwerland

"Sind Sie auch ein >Allwetterjackenträger<? Oder kennen Sie >Puschen-lngrid<? Aber Sie haben doch schon mal in einem dieser tollen Strandkörbe gesessen, die via Solarenergie beheizt werden? muss ja nicht auf Juist gewesen sein, bestimmt gibt es die Dinger inzwischen an allen deutschen Stränden, egal ob auf dem Festland, auf einer Insel, an der Nord- oder Ostsee. Und es ist ja schon schön, wenn es von unten warm wird; wer kennt nicht den kalten Wind, den fiesen Regen und die bösen Gedanken, die schlechtes Wetter an der Küste begleiten ...
Wie das Wetter war, als sich die achtzehn Autorinnen und Autoren auf >Töwerland<, wie Juist auch heißt, aufhielten, ist nicht bekannt. Es kann nicht nur schön gewesen sein, sonst hätte es bestimmt weniger Leichen gegeben. Trotzdem merkt man jeder Geschichte an, wie wohl sich alle auf der Insel gefühlt haben.
Urlaubserinnerungen der anderen Art präsentieren von A wie Nessa Altura bis Z wie Jan Zweyer: Nessa Altura, Jürgen Ehlers, Marcel Feige, Anke Gebert, Nina George, Reinhard Junge, Jürgen Kehrer, Simone Klages, Gisa Klönne, Tatjana Kruse, Ulla Lessmann, Sandra Lüpkes, Gisa Pauly, Ulrike Rudolph, Barbara Saladin, Martin Spiegelberg, Regula Venske und Jan Zweyer.
Lesen Sie sich auf eine Insel und erholen Sie sich gut!



Historischer Krimi: Der Marschenmörder

Dieser spannende, auf Tatsachen beruhende historische Kriminalroman um eine grausame Familientragödie schildert ein Aufsehen erregendes Jahrhundert-Verbrechen in der Wilstermarsch.
Gedemütigt von den Brüdern, geblendet von der Aussicht auf Reichtum und Unabhängigkeit, ermordet der Bauernsohn Timm Thode im Jahre 1866 hinterhältig und gefühlskalt seine Eltern, Geschwister und das Dienstmädchen. Um die Spuren zu verwischen, steckt er den elterlichen Hof in Beidenfleth/Steinburg in Brand. Den Ermittlern gegenüber versucht er zunächst erfolgreich, die Tat einer Räuberbande anzulasten. Nach etlichen Verhören zieht sich die Schlinge um ihn jedoch immer weiter zu.
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Todesküste



Auf dem Heider Marktfrieden, dem historischen Fest Dithmarschens, wird ein Mann getötet. Kriminalrat Lüder Lüders vom polizeilichen Staatsschutz in Kiel schaltet sich ein, da die außergewöhnliche Mordmethode auf einen politischen oder terroristischen Hintergrund schließen lässt. Als in der Husumer Marienkirche ein weiteres Opfer gefunden wird, bildet Lüders mit Oberkommissar Große Jäger ein Team, um den Geist zu jagen, dessen grauenvolles Aussehen jeden Zeugen erstarren lässt.
Der neue Kriminalroman von Nygaard - wie gewohnt: aktuell, brisant und vielschichtig. Dazu jede Menge Lokalkolorit. Erfolg garantiert!Einmal mehr ist Lüder Lüders dem großen Verbrechen auf der Spur. Diesmal bietet das Volksfest des Heider Marktfriedens den idyllischen Hintergrund für das erste Verbrechen. Da ein weiteres Opfer in Husum gefunden wird, ermittelt parallel auch Große Jäger. Das Zusammenspiel dieser beiden eigenwilligen Charaktere ist dem Autor sehr gut gelungen: eine spannende Mischung aus den rasanten Krimis um den LKA-Beamten Lüders aus Kiel und den eher beschaulichen und humorvollen Ermittlungen von der Westküste.
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Geschichten aus Schleswig-Holstein

Generationen von Kindern in Deutschland sind mit Kinder- und Jugendbüchern des schleswigholsteinischen Erzählers Boy Lornsen groß geworden: Mit „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt", den drei Nis-Puk-Bänden und vielen anderen Titel gehört Boy Lornsen neben James Krüss und Otfried Preußler zum klassischen Trio der bundesdeutschen Kinder- und Jugendliteratur. In diesem Jahr wäre Boy Lornsen 85 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wird mit verschiedenen Veranstaltungen und Ausstellungen an den berühmten schleswig-holsteinischen Schriftsteller erinnert. Inzwischen sind Boy Lornsens Leser von früher erwachsen geworden und brauchen doch auf seine Geschichten nicht zu verzichten. In diesem Band versammelt Herausgeber Frank Trende, der Lornsen gut gekannt hat, spannende Geschichtenfür Erwachsene: Sie schmecken nach salziger Seeluft und atmen die Weite Schleswig-Holsteins. Dem schön gestalteten Band sind neun Gedichte voller Sprachwitz und Hintersinn beigegeben. Der berühmte Rhetorik-Professor Walter Jens aus Tübingen war Jahrzehnte mit Boy Lornsen befreundet: Seine Würdigung des Erzählers rundet dieses besondere Lesebuch ab. Link zur Amazon-Anzeige*



Steilküste

Mai 1945, kurz vor Kriegsende. Zwei junge deutsche Marinesoldaten im besetzten Dänemark begehen Fahnenflucht, weil es sie statt in den Endkampf um Berlin nach Hause zieht. Schon wenige Stunden später greift dänische Miliz sie auf und übergibt sie der Wehrmacht. Eingesperrt in einer finsteren Schiffskammer unterhalb der Wasserlinie, werden sie in die Geltinger Bucht gebracht. Dort, in Sichtweite der Ostsee-Steilküste, stellt man sie vor ein Marinekriegsgericht. Das Urteil, Tod durch Erschießen, wird am Tag nach der bedingungslosen Kapitulation gefällt. Der Gerichtsherr, der das umstrittene Urteilspapier noch unterschreiben muss, verbringt eine Nacht ohne Schlaf.
Jochen Missfeldt erzählt von diesem historisch belegten Geschehen, dessen Ausgang so unsinnig wie tragisch ist, vor dem Hintergrund der schleswig-holsteinischen Küstenlandschaft. In seiner kraftvollen und zugleich poetischen, reichen Sprache zeichnet er das Bild einer gleich mehrfach menschlichen Tragödie. Link zur Amazon-Anzeige*



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