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Geschichte

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Die Taschen waren voller Geld

Hafen- und Rotlichtgeschichten von der Bremer »Küste«
Es begab sich zu einer Zeit, in der Bremen noch als florierender Hafenplatz in der ganzen Welt bekannt war, als Tausende Arbeiter tagtäglich in die Häfen strömten und viele Seeleute während ihrer wenigen Stunden Landgang einen Ort suchten, an dem sie die Entbehrungen auf See möglichst schnell vergessen konnten. In dieser Zeit reihten sich in den Straßen zwischen Hafen und Stadtteil die Lokale der »Küste« aneinander. Im »Klein-St.-Pauli« des Bremer Westens wurde rund um die Uhr gesoffen, gefeiert und gehurt. Und wer dort arbeitete und plietsch war, machte gute Geschäfte, denn das Geld wurde mit vollen Händen ausgegeben.
»Die Taschen waren voller Geld« nimmt die berühmte Küstenmeile Bremen-Walle in den 1950er und 1960er Jahren genauer unter die Lupe. In den mehr als 30 Lokalen, in denen zu dieser Zeit das Thekenleben pulsierte, hielten die Bardamen, Kellner, Huren, Zuhälter, Mietwagenfahrer und Musiker in lukrativen Zeiten wie eine große Familie zusammen. Das Buch bietet Einblick in eine verschworene Beutegemeinschaft von »Goldgräbern«, die sich gegen die Außenwelt abgrenzte und mit einer gewissen Ganovenehre ungeheure Einnahmequellen zu verteidigen hatte.
Frauke Wilhelm zeigt mit »Die Taschen waren voller Geld« ein historisches Sittengemälde einer aufregenden Zeit. Sie beschreibt, wie es zu dieser besonderen Blüte kommen konnte und welche unglaublichen Geschichten sich in dieser Zeit zugetragen haben. Lesen Sie vom Seemann mit den 30 Verlobungsringen, von Koffer-Eise und »Arco«, dem Zuhälter-Schäferhund! Von kleinen Ganoven und großen Schlägereien! Und von selbstbewussten Sexarbeiterinnen und liederlichen Dirnen zwischen Fortschritt und Sittendebatte! Und erfahren Sie schließlich, wie die Stadt Bremen versuchte, das ausschweifende Nachtleben in den Griff zu bekommen - und warum das »Klein-St. Pauli« dann wirklich verschwand.
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Der alte Elbtunnel

Ein schönes Stück Hamburg - Geschichte und Geschichten
Im September 2011 ist die Eröffnung des alten Hamburger Elbtunnels 100 Jahre
her – ein Bauwerk, das in seiner Entstehungszeit häufig als „eines der eigenartigsten“
betitelt wurde. Heute ist der alte Elbtunnel eines der interessantesten Baudenkmäler
Hamburgs und ihn zu durchwandern ist sowohl für Touristen als auch für
Einheimische ein besonderes Gefühl.
Auch wenn der alte Elbtunnel mittlerweile 100 Jahre alt ist und auch der Zusatz
„alter“ impliziert, dass es bereits einen neuen gibt, steht der alte Elbtunnel längst
noch nicht auf dem Abstellgleis. Auch heute noch durchqueren täglich viele Einheimische
und Touristen den unterirdischen Verkehrsweg zwischen den Stadtteilen St.
Pauli und Steinwerder, das belegen aktuelle Nutzerzahlen. Nutzt man den Tunnel
nicht als schlichte Durchgangsröhre, sondern schaut sich aufmerksam um, entdeckt
man viele Detailschönheiten, mit denen beide Röhren und Einfahrtschächte im Stil
ihrer Zeit liebevoll ausgestattet worden sind.
Autor Hans Jürgen Witthöft, selbst bekennender Tunnel-Nutzer, hat mit seinem
Buch eine Art Hommage auf einen „alten Freund“ geschaffen. Neben seinen Erläuterungen zu Geschichte, Bau, Entwicklung und Werdegang des Tunnels lässt er
auch Zeitzeugen zu Wort kommen, so dass damalige Eindrücke und Stimmungen
eingefangen werden und mit in das Buch einfließen konnten.
Wunderschöne, historische Fotos sowie aufschlussreiche Baupläne und -
zeichnungen bereichern dieses Buch. Ein zusätzliches Highlight: eine separate Panorama-
Klappkarte, die den alten Elbtunnel im Querschnitt zeigt. Ein ganz besonderes
Stück Hamburger Geschichte, welches Einheimische und Touristen gleichermaßen
fasziniert!

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Geschichte(n) der Seefahrt II

„Geschichte mal anders“ lautet das Motto auch beim zweiten der auf insgesamt vier Bände konzipierten Reihe „Geschichte(n) der Seefahrt“. Im ersten Band ging es um Seefahrer und Entdecker - der neue Band II handelt von bewegenden Schiffsschicksalen und von den wichtigsten Schiffstypen, also von der Faszination der Schiffe an sich.
Im ersten Teil des Buches stehen die Schiffsschicksale im Vordergrund. Dabei gehen die Autoren u.a. auf die „Titanic“ und die berühmteste Schiffskatastrophe aller Zeiten ein, berichten von überraschenden Details der schicksalhaften Reise auf der „Bounty“, erzählen von der tragischen Begegnung der „Pamir“ mit einem Hurrikan oder dem unerwarteten Untergang der „Vasa“, des Prunkschiffs der schwedischen Kriegsflotte, bei ihrer Jungfernfahrt. Im zweiten Teil des Buches geht es um Schiffstypen und ihre historische Bedeutung für die Seefahrtsgeschichte. Hier dürfen natürlich der Einbaum, die Arche Noah und das erste Segelschiff genauso wenig fehlen wie die mächtigen Supertanker und die Containerschiffe der heutigen Zeit. Erklärt wird aber auch, wie U-Boote das Tauchen „erlernten“ und welche neuen Entwicklungen die Schiffe der Zukunft erwartet.
Wie schon im ersten Band der Reihe befassen sich die beiden Autoren auch dieses Mal in informativen und gleichzeitig unterhaltsamen Kurzgeschichten mit der Thematik und beweisen einmal mehr, dass die Vermittlung von maritimem Wissen alles andere als „staubtrockene Materie“ sein muss. Ein spannendes, kurzweiliges Buch für Groß und Klein!

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Nordseeküste im Krieg 1939-42

Orte - Ereignisse - Geschichten
Wie sah der Zweite Weltkrieg eigentlich vor unserer Haustür aus? Die schleswig-holsteinische und niedersächsische Nordseeküste war Einflugschneise der alliierten Bomber. Neben Bremerhaven, Wilhelmshaven und Emden litten auch kleinste Gemeinden - mehr als bisher bekannt - unter Luftangriffen. Die ersten Bomben, die 1939 auf deutschen Boden fielen, trafen Dithmarschen. Entsprechend konzentrierte sich zwischen Nordfriesland und Ostfriesland die Luftverteidigung. Doch die deutsche Nordseeküste war auch Sprungbrett für die Luftwaffe nach England und Aufmarschraum für die Besetzung Dänemarks und Norwegens. Die Kriegsmarine startete von hier aus Unterseeboote, Minenschiffe und Kaperkreuzer gegen das britische Weltreich. Vor Büsum und Sylt übten Fischer und Soldaten die Landung in England. Umgekehrt machten britische Minenflugzeuge und U-Boote die östliche Nordsee unsicher.
Nach mehr als zehnjährigen Recherchen rekapituliert der Regionalhistoriker Holger Piening die Ereignisse entlang der Deutschen Bucht in einer ersten Gesamtschau. Umfassende Register erschließen den reichhaltigen Inhalt.
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Geschichte(n) der Seefahrt

Band I – Entdecker und Piraten
Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Großteil der Weltgeschichte hat sich nicht auf dem Land, sondern auf dem Wasser abgespielt. So gab es neben bedeutenden Heereszügen und Völkerwanderungen zu Lande zahlreiche bedeutungsvolle Seeschlachten und Entdeckungsreisen, die auf den Meeren stattgefunden haben. Was wäre zum Beispiel aus dem Römischen Imperium geworden, hätten sich die alten Römer nicht aufs offene Meer gewagt?
„Geschichte mal anders“, dachten sich die beiden Autoren der auf vier Bände konzipierten Reihe „Geschichte(n) der Seefahrt“. Der erste, jetzt vorliegende Band befasst sich in 27 abgeschlossenen Kurzgeschichten mit den großen Entdeckern und Piraten der Weltmeere.
Doch was unterscheidet dieses Buch von der Fülle an Literatur, die es zu diesem Thema bereits gibt: die Idee, Geschichte mal anders wiederzugeben. Jede einzelne Geschichte ist in sich abgeschlossen und umfasst nur wenige Seiten. Trotzdem enthalten sie alle wissenswerten Details zu den Protagonisten und ihren Beweggründen. Sie sind prägnant, mal humorvoll, mal dramatisch, aber immer mit dem richtigen Herzblut erzählt.
Warum zählt Heinrich der Seefahrer zu den größten Persönlichkeiten der Seefahrt, obwohl er gar kein Seefahrer war? Was macht Störtebeker zum Robin Hood der Ostsee? Und gab es auch Piratinnen? Solchen und ähnlichen Fragen widmen sich die beiden Autoren auf informative und gleichzeitig unterhaltsame Weise. Staubtrockene Geschichte war gestern - spannende und kurzweilige Unterhaltung, die ganz nebenbei Wissen vermittelt, ist heute.
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Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert

Buch und DVD „Filme erzählen Geschichte“ präsentieren 22 Filme.
Sie stammen aus dem Zeitraum zwischen Ende der 1920er und Beginn der 1980er Jahre und werfen spannende Schlaglichter auf alle Bereiche der schleswig-holsteinischen Geschichte.
Die Originalaufnahmen sind neu geschnitten, teilweise kommentiert, immer historisch eingebettet. Das Buch stellt jeden Film in einem Kapitel vor und liefert Hintergrundinformationen zum Thema, ordnet die Filmquelle und deren Dreharbeiten ein und bietet einfache Beispiele zur Filmanalyse. Gegliedert sind Buch und DVD in fünf Themenbereiche
• Land und Leute: Gesellschaft
• Ideal und Wirklichkeit: Werbung
• Gestaltung und Propaganda: Politik
• Protest und Aufruhr: Konflikte
• Meer und Schiffe: Küstenland
Ereignisse und Alltagsbeschreibungen aus den unterschiedlichen Themengebieten vieler Jahrzehnte werden atmosphärisch dargestellt, z. B. die Studentenproteste vor dem Landesparlament 1969, Krabbenfischerei in der Nordsee um 1930, die Olympische Segelwettkämpfe in Kiel 1936, Anti-Atomkraft-Demonstrationen in Brokdorf 1981, bürgerliches und proletarisches Baden in der Kieler Förde 1932, die Werbung der 1960er Jahre, die Kinderrepublik Seekamp zur demokratischen Jugenderziehung 1927 oder die Einblicke in die Landfrauenschule Hademarschen 1954.
Neben der kommentierten und historisch eingeordneten Variante des Films bietet die DVD eine Rohfassung mit Originalkommentaren. Die Sparkassen Schleswig-Holstein
übergeben 1500 Exemplare des Buches an das Bildungsministerium, das die Exemplare an die Schulen des Landes weiterreicht. Aufgrund der Vielfalt der aufgenommenen Beiträge können Buch und DVD an allen Schulen und in allen Klassenstufen in den
Fächern Geschichte, Heimat- und Sachkunde sowie Wirtschaft/Politik eingesetzt
werden.
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Auf den Spuren der Landesgeschichte

Geschichte Schleswig-Holsteins- in Museen rekonstruiert

Leider gibt es bisher kein Museum, das die schleswig-holsteinische Landesgeschichte in ihrer Gesamtheit darstellt. So müssen Interessenten in zahlreiche Museen gehen, um alle Epochen abzudecken. Dabei bleibt häufig der übergreifende geschichtliche Zusammenhang auf der Strecke. Diese Lücke wird mit diesem Buch geschlossen: Es behandelt die gesamte Geschichte Schleswig-Holsteins von der Eiszeit bis zur Gegenwart und bezieht sich dabei auf Museen in den alten Herzogtümern.
Jedem Kapitel ist eine Übersicht über diejenigen Museen vorangestellt, die sich besonders intensiv mit der im folgenden Text beschriebenen Geschichtsepoche beschäftigen. Die Ausstellungsbereiche werden dabei genau beschrieben. Die Leser des Buches erfahren also, in welchen Museen sie sich über bestimmte Zeiten Anschauungsmaterial ansehen können. Der Museumsbesucher dagegen kann nachlesen, in welchem größeren Zusammenhang die Ausstellungsstücke im Museum zu sehen sind. Der Text legt besonderen Wert auf Lesbarkeit und Verständlichkeit und verzichtet daher auf die in der Fachliteratur üblichen Umständlichkeiten. Trotzdem bietet er eine Vielzahl an Informationen zur politischen Geschichte und zur Entwicklung von Wirtschaft, Religion und Alltagsleben. Ein ausführliches Verzeichnis der Museen mit Angaben zur Erreichbarkeit, zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen rundet das Buch ab.

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Eine Millionen Seemeilen

Hanns Tschira gehört, was Qualität und Umfang seines Werkes angeht, zur ersten Garde der Bordfotografen, die ab dem Ende des 19. Jahrhunderts die Meere der Welt durchkreuzten. Während seiner Seefahrtszeit von 1927 bis 1939 belichtete er mit einer Plattenkamera und Leica-Kleinbildkameras mehr als 55.000 Negative, die heute im Archiv des Deutschen Schiffahrtsmuseums (DSM) gehütet werden. Sie zeigen die Schiffe und ihre Besatzungen, das mondäne Leben der Passagiere auf den Ozeanriesen, Impressionen von der Fahrt über See, von Küsten und Häfen in eindrucksvollen Bildern.
Eine Auswahl der schönsten Aufnahmen hat Klaus-Peter Kiedel, Leiter des DSM-Archivs, für ein Buch zusammengestellt, das soeben unter dem Titel „Eine Million Seemeilen. Mit dem Bordfotografen Hanns Tschira über die Meere der Welt 1927–1939“ im Oceanum Verlag, Wiefelstede, erschienen ist. Mit diesem Band eröffnet das Deutsche Schiffahrtsmuseum eine Buchserie „Schifffahrt und Fotografie“, in der ausgewählte fotografische Nachlässe und Sammlungsbestände aus dem Archiv des Nationalmuseums der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Geboren wurde Hanns Theodor Tschira am 17. August 1899 im elsässischen Mühlhausen. Vater Carl Tschira führte den Titel eines großherzoglich-badischen Hoffotografen, und so ist es kein Wunder, dass auch der junge Hanns bereits im Alter von fünf Jahren eine erste „Plattenbox“ sein Eigen nennen durfte. Schon 1915 übernahm Tschira den väterlichen Betrieb und verdiente fortan sein Geld zunächst als Porträt- und Pressefotograf. 1927 entschloss er sich dann, als selbständiger Bordfotograf zu arbeiten.
Auf Schiffen des 1857 in Bremen gegründeten Norddeutschen Lloyd fuhr Tschira zunächst in drei- bis viermonatigen Reisen nach Ostasien. Ab etwa 1930 wurde die Transatlantikfahrt an Bord des Passagierdampfers COLUMBUS und des Turbinenschiffes BREMEN sein wichtigstes Einsatzgebiet. Mehr als 150 Mal reiste Tschira auf diesen berühmten Luxuslinern über den „großen Teich“ von Bremerhaven nach New York, nahm aber in den Wintermonaten auch an deren Kreuzreisen teil. Dutzende Male ging es nach Westindien und in das Mittelmeer, zu den Atlantischen und Britischen Inseln, nach Norwegen und in die Ostsee.
An Bord fotografierte Tschira nicht nur die Passagiere und verkaufte diesen anschließend bleibende Erinnerungen an ihre Reisen, sondern schuf darüber hinaus ein riesiges Archiv, das auch die besuchten Häfen und Landschaften sowie Impressionen vom Reisen auf See einfing. Häufig porträtierte er Besatzungsmitglieder in ihren Funktionen an Bord. Mehrfach standen ihm für Aufnahmeserien zur Passagierschifffahrt auch Models zur Verfügung, mit denen er vor allem die vom Luxus geprägte Atmosphäre der I. Klasse in den Kabinen und Gesellschaftsräumen der großen Fahrgastschiffe einfing. Diese Motive wurden von der Reederei für die Gestaltung ihrer Kundenzeitschrift, Reiseprospekte, Fahrpläne und Speisekarten eingesetzt, aber auch von Zeitschriften- und Buchverlagen angekauft und genutzt.
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges brachte für Tschira das Ende seiner Seefahrtszeit. Seine Familie verlegte ihren Wohnsitz zunächst von Bremen nach Berlin und dann in das niederschlesische Dorf Lübchen. Die Flucht von dort nach Westen im Januar 1945 dokumentierte Tschira ebenfalls in eindrucksvollen Bildern. 1946 richtete Tschira in Baden-Baden ein Büro für Pressefotografie ein, an das er 1950 ein Porträtatelier angliederte. Zugleich engagierte er sich in der Werbe- und Reportagefotografie sowie als Hausfotograf des städtischen Theaters. Sein Wunsch, noch einmal an Bord auf große Fahrt zu gehen, erfüllte sich allerdings nicht mehr. Am 23. August 1957 verstarb der Fotograf im Alter von 58 Jahren.

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Störtebeker und Konsorten

„Störtebeker und Konsorten" - ein Buch mit diesem Titel kann sich nur um eines drehen: um „Piraten in Nord- und Ostsee". Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz haben für den Delius Klasing Verlag Erzählungen über eine Räuberzunft zusammengetragen, die früher als Schrecken der Seefahrt gefürchtet wurde und die heute als Freibeuter der Meere in einem eher romantischen Lichte erscheint. Der berüchtigtste, berühmteste unter ihnen war Klaus Störtebeker, von dem zwar nicht ganz sicher ist, ob er die Beute mit seinen Kameraden wirklich so brüderlich geteilt hat, der aber wegen genau dieses Rufs als ein maritimer Robin Hood verehrt wird und Held vieler, auch literarischer Geschichten ist
So unterschiedliche Autoren wie Klabund, Theodor Fontäne Boy Lornsen („Robbi, Tobby und das Fliewatüüt") oder die DDR-Schriftsteller Willi Bredel und Kurt Barthel (der sich Kuba nannte) haben Störtebeker Erzählungen oder Gedichte gewidmet, die in diesem Buch abgedruckt sind. Zu den Konsorten zählen „Klaus Kniphoff, der große Seeräuber" und Märten Pechlin, deren Abenteuer sich ebenfalls in diesem Band finden. Doch handelt es sich hier nicht um eine Anthologie, denn die Herausgeber des Buches interessieren sich auch für die historische Wahrheit und die gesellschaftliche Wirklichkeit der Piraterie - und dafür, wie erzählte Geschichten und tatsächliche Geschichte zusammenhängen.
So erweitern sie die Erzählungen um historische Texte. Die Geschichte der Piraten reicht zurück bis zu den Wikingern und setzt sich durch die Hanse-Zeit fort, die auch die Ära der Kreuzzüge war. Die Nordsee wurde zum Schauplatz muslimischer Freibeuterei, die durchaus von christlichen Kapitänen kommandiert werden konnte. Arn Ende hat der Leser ein paar romantische Illusionen eingebüßt, aber rein nichts von der Faszination.

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Rungholt und die Insel Strande

In den Jahren 1362 und 1634 wurden Rungholt und die Insel Strand durch zwei große Sturmfluten – „Mandränken“ genannt - bis auf die heutigen Inseln Nordstrand und Pellworm sowie die Hallig Nordstrandischmoor vom Meer verschlungen und für immer zu Wattenmeer.
Seit diesen Ereignissen sind Jahrhunderte vergangen und es stellt sich die Frage, ob und wenn ja, was man heute noch von Rungholt oder den Dörfern der Insel Strand erkennen kann. Sieht man den Moordeich noch, der nahezu die ganze Insel Strand durchlief? Deichbruchstellen, die erst zur Katastrophe führten? Gibt es noch Brunnenringe, Warften und Gräben im Wattenmeer? Wo lag Rungholt wirklich? Das Autorenteam um Robert Brauer und Hellmut Bahnsen hat die Orte aus vergangenen Zeiten mithilfe moderner GPS-Technik wiederentdeckt und Erstaunliches zutage gebracht. Lassen Sie sich überraschen, welche einzigartigen Kulturspuren noch heute auffindbar sind.
Zahlreiche stimmungsvolle Fotos, Karten und Informationen zu den Orten und der Geschichte Strands und Rungholts sowie Sagen und Gedichte runden dieses erstaunliche Buch ab.
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