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[von Ulrich Sengebusch]
Und wie viele Treppen muss man besteigen bis man oben angekommen ist?
In drei Sätzen ist die erste Frage nicht zu beantworten und die zweite Frage wird nachfolgend gleich mit beantwortet.
Der Leuchtturm auf Norderney wurde in den Jahren 1872 bis 1874 aus Backsteinen gemauert und ist 54 Meter hoch. 253 Stufen müssen genommen werden, um auf die Galerie bis zum Licht (der Laterne) zu gelangen.
Dies war zu der Zeit sicher eine tolle Leistung der Maurer – hatte man damals doch noch nicht die technischen Möglichkeiten wie heute.
Der Leuchtturm „Westerhever“ wurde 1907 aus vorgefertigten Stahlplatten erbaut und nach 157 Stufen gelangt man auf die Höhe von 41,5 Meter.
Der höchste Leuchtturm an der westlichen Nordsee ist der auf Amrum. Die Laterne befindet sich in 63 Metern Höhe. Die Stufen habe ich noch nicht gezählt!
Noch höher ist der 1969 in Betrieb genommene Turm auf Wangerooge mit 64 Metern, aber den kann man nicht besteigen. Das ist ein technischer Zweckbau. (Aber auf Wangerooge gibt es noch einen Leuchtturm, den man besteigen und im Trauzimmer heiraten kann)
Sicher kann man heute Leuchttürme bis 100 Meter Höhe und höher bauen. Das macht aber keinen Sinn! Die Leuchttürme sollen durch ihr gesendetes Licht dem Kapitän eines Schiffes in sicheres Fahrwasser lotsen. Da die Erde eine Kugel ist, würde ein Lichtsignal in enormer Höhe über die Erdkrümmung strahlen und keinen Kapitän erreichen.
Das wohl stärkste Licht hat der Leuchtturm auf Helgoland. Obwohl der Turm nur eine Höhe von 34 Metern hat – aber oben auf dem Felsen steht – strahlt sein Licht bis in die Elbemündung bei Cuxhaven.

Bild © Thorsten Solmecke