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[Mitteilung vom Wasser- und Schifffahrtsamt]
Starke Winterstürme 2004/2005 hatten einige Aluminiumpaneele von der Wand gelöst. Diese mussten vor Einbruch der Herbststürme 2005 wieder repariert und befestigt werden, um größere Folgeschäden zu abzuwenden.
Der Leuchtturm Mellumlate wurde daraufhin im Sommer komplett eingerüstet, um im gleichen Zuge der Reparaturen ebenso eine umfassende Bauwerksinspektion sowie eine Konservierung der ALU-Außenhaut vorzunehmen. Die ALU-Paneele wurden großflächig inspiziert, wieder an dem Mauerwerk befestigt und gleichzeitig die Ecken mit zusätzlichen ALU-Aufkantungen versehen, um die Konstruktion noch weiter zu verstärken. Diese Arbeiten wurden in Eigenregie durch das WSA Wilhelmshaven durchgeführt.
Ebenso wurde die Gelegenheit der Einrüstung dazu genutzt, die mittlerweile abgängige Fangseilkonstruktion des schon seit Jahren außer Betrieb genommenen Hubschrauberlandedecks zu demontieren und durch ein Geländer zu ersetzen. Das Hubschrauberlandedeck musste außer Betrieb genommen werden, da es statisch den neuen Generationen von Rettungshubschraubern nicht mehr genügt. Nach wie vor können aber Personen über Abseiltechniken von Hubschraubern geborgen werden.
Die Arbeiten wurden Anfang Oktober 2005 erfolgreich abgeschlossen und das Gerüst wieder demontiert. Die Nachtsichtbarkeit des Leuchtfeuers wurde durch das Gerüst nicht beeinträchtigt, da dies entsprechend von der Gerüstbaufirma konstruktiv berücksichtigt werden musste.
Der Leuchtturm Mellumplate wurde 1942 als Schifffahrtszeichen für den in die Jade einlaufenden Schiffsverkehr in Betrieb genommen. Durch sein markantes Aussehen als roter, viereckiger Turm mit weißem Band auf rundem Sockel und dem Hubschrauberlandedeck darauf, ist er vielen Seefahrern ein Begriff und schmückt somit die Einfahrt in die Jade.
Da der Turm an so einer exponierten Lage von Wind und Wetter nicht ganz unverschont bleibt, wurde Anfang der 70er Jahre der aus rotem Klinkermauerwerk bestehende Turm mit einem Aluminium-Paneelblech verkleidet, dass dem Wetter und der See trotzen sollte.
Dieses Blech (m der entsprechenden Farbe) wurde den Anforderungen auf See entsprechend stabil ausgeführt und befestigt. Unglücklicherweise brachte bereits ein Jahr nach Fertigstellung ein außergewöhnlicher Seeschlag der Nordwestseite des Turms einen erheblichen Schaden bis zu einer Höhe von 5 Metern. Dieser wurde sofort repariert und seitdem blieb der Turm ohne größere Schäden durch Wind und Wetter, so dass sich die neue Außenhautkonstruktion dann doch als effizient erwies.

Bild © Susanne Bokeloh