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[von Ulrich Sengebusch]

Im Jahre 300 vor Christus wurde von den Ägyptern der älteste bekannte Leuchtturm am Nil-Delta auf der Insel Pharos vor Alexandria errichtet.
Weitere bekannte Leuchttürme wurden zur Sicherung der Seewege von den Römern gebaut. Zur Befeuerung diente damals ausschließlich harzreiches oder in Pech getränktes Holz.
Ab dem 13. Jahrhundert, als Glas Verwendung fand, benutzte man Kerzen für die Laternen. Diese verrußten aber sehr schnell das Glas.
Im 17. Jahrhundert wurden offene Steinkohlenfeuer in eisernen Gitterkörben eingerichtet. Die Feuer brannten auf Holzgerüsten oder Türmen. Das war, trotz einer Zwischenschicht aus Lehm oder Backsteinen, nicht ganz ungefährlich. So mancher Turm ging in Flammen auf. Zumindest erreichte man mit diesen Feuern eine Sichtweite von 10 km.
Der Schweizer Aimé Arngard (1755 – 1803) entwickelte die nach ihm benannte Öllampe. Diese Erfindung beinhaltete mehrer Vorteile. Der Brennstoff war leichter und somit einfacher zu transportieren und die Konstruktion ließ sich besser gegen das Wetter schützen. Und, ihr Licht ließ sich durch eine geschickte Platzierung von Spiegeln konzentrieren, so dass eine doppelte Tragweite des Lichtes realisiert werden konnte. In der Weiterentwicklung wurde die Lampe mit Gas betrieben.
Augustin Jean Fresnel (1788 – 1827) erfand die nach ihm benannte Fresnel Linse mit Prismen, die das Licht bündeln und somit weiter über das Meer schicken. Mit dieser Linse war es möglich, das Licht gebündelt in eine Richtung zu lenken.
Ein weiter Sprung in der Entwicklung der Leuchtfeuer war die Erfindung des elektrischen Stromes. Der erste „elektrische“ sei 1891 auf der Insel Borkum in Betrieb genommen worden.
Fresnellinsen sind auch heute noch im Gebrauch, obgleich die Entwicklung neuer Lampen neue Möglichkeiten eröffnen. Xenon-Lampen benötigen keine Fresnellinse mehr. Ein einfacher Parabolspiegel ist ausreichend, um mit diesen Lampen extreme Tragweiten zu erzielen.
Diesen Tragweiten sind natürlich durch die Erdkrümmung Grenzen gesetzt. Aber das ist ein anderes Thema.