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Leuchtfeuer-maritime Wahrzeichen und Baudenkmäler

[Herausgegeben von der Arge Maritime Landschaft Unterelbe GbR*]

Leuchttürme sind die herausragendsten Landmarken in der Maritimen Landschaft Unterelbe. Insgesamt 56 Leuchtfeuer finden sich zwischen Neuwerk in der Elbmündung und Bunthäuser Spitze an der Trennung zwischen Norder- und Süderelbe. 43 davon sind noch aktiv und als verlässliche Wegweiser für den Schiffsverkehr auf der Elbe trotz moderner Radaranlagen unverzichtbar. Einige der außer Dienst gestellten Bauwerke können heute besichtigt werden.
Die dichte Kette der Leuchttürme und Richtfeuer an der Elbe ist ein sich immer wieder veränderndes Gesamtkunstwerk und ein eindrucksvoller Beweis der Navigations- und Ingenieurkunst vergangener Jahrzehnte. Vor 1850 war die Schifffahrt auf der Elbe besonders nachts eine riskante Angelegenheit. Das Fahrwasser war schmal. Links und rechts davon drohten Sandbänke und Untiefen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen die Hamburger das Fahrwasser der Elbe mit Feuerschiffen und Leuchtfeuern zu sichern. Um die Jahrhundertwende entstand eine durchgehende Linie von Richt-, Leit und Quermarkenfeuern, die von der Mündung bis in den Hamburger Hafen reichte. Sie wurde im Laufe der Jahrzehnte immer weiter perfektioniert und an den sich verändernden Verlauf des Fahrwassers angepasst.
Anhand der Leuchttürme der Elbe lässt sich nicht nur eine Geschichte der Schifffahrt und der Navigation auf der Elbe erzählen, sondern auch eine Geschichte der Industriekultur und Baukunst der Region. Angefangen vom trutzigen Leuchtturm Neuwerk der Anfang des 13. Jahrhunderts als Bollwerk gegen Piraten von den Hamburgern auf die Insel gebaut wurde und seit 1815 als Leuchtturm genutzt wird, über die fragile Stahlkonstruktionen und gemütliche Leuchtturmhäuschen der Jahrhundertwende bis hin zu nüchternen Zweckbauten der 70er und 80er Jahre. Die meisten der insgesamt 56 noch bestehenden Leuchttürme und -feuer sind in den ersten Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebaut worden. Besonders markant sind die sechseckigen Stahlgittertürme, die sich schlank und elegant und trotzdem sehr solide in den Himmel recken. Von insgesamt zwölf dieser filigranen rot-weißen Stahlkonstruktionen stehen heute noch fünf entlang der Elbufer (Unter-/Oberfeuer Wittenbergen / Tinsdal, Somflether Wisch (Samtgemeinde Lühe), Grünendeich, Krautsand).
Die Menschen an der Elbe haben ihre Leuchttürme lieb gewonnen. Einige der für die Seefahrt inzwischen nicht mehr benötigten Leuchtfeuer werden von
Fördervereinen oder Privatpersonen als kleine Museen betrieben.

Bild © Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe

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* Die Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe (MLU) wurde 2002 gegründet und wird aus Mitteln des Förderfonds Metropolregion Hamburg unterstützt. Sie ist ein Leitprojekt der Metropolregion Hamburg und Beispiel für Bundesländer übergreifende Kooperation in Sachen Naherholung und Tourismus. Die 23 Mitglieder aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein setzen sich gemeinsam dafür ein maritime Kulturdenkmäler zu erhalten und das touristische Potenzial der Region auszubauen und auszuschöpfen. Mit der MLU wurde eine Plattform geschaffen, die diese Aktivitäten bündelt, unterstützt und fördert. Unter www.maritime-elbe.de :finden Touristen ausführliche Informationen über alle maritimen touristischen an der Elbe und ihren Nebenflüssen.