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Norddeutsche Typen, die dem rauen Meer trotzen und ihrer Verantwortung gerecht werden, ohne ihren Humor zu verlieren: Sie stehen im Mittelpunkt der vierteiligen Dokumentation „Seenotretter“, die der Norddeutsche Rundfunk ab Mittwoch, 25. Januar 2012, im NDR Fernsehen zur besten Sendezeit zeigt.
Die Zuschauer erleben nicht nur die mitunter spektakulären Einsätze der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), sondern auch den Alltag der See­notretter. Die vierteilige Dokumentation vermittelt spannende und authentische Ein­blicke in das Leben an Bord der Seenotkreuzer THEODOR STORM/Station Büsum und BERLIN/Station Laboe.

Dazu waren zwei Fernsehteams von April bis September 2011 immer wieder an Bord zu Gast und jederzeit „mit im Boot“. Sie lernten echte Seemänner kennen und enga­gierte Seenotretterinnen. Besonders schwierige Einsätze drehten sie mit fest installier­ten Kameras, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern.

Die Aufnahmen zeigen eindrücklich, was Seenotretter unter schwierigsten Bedingungen leisten. DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder: „Die Seenotretter sind angewiesen auf breite Unterstützung aus dem gesamten Land. Fernsehberichte über ihre Arbeit, die oft weit draußen auf See unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, sind eine große Hilfe. Die vierteilige NDR-Dokumentation zeichnet ein realistisches Bild der Männer und Frauen, die sich – fest angestellt oder ehrenamtlich, an Nord- und Ostseeküste – bei jährlich rund 2000 Einsätzen immer wieder den Gefahren der See mutig entgegen­stellen, um anderen zu helfen. Dem NDR ist es gelungen, all diese Aspekte unserer Arbeit mit der Kamera einzufangen. Die Seenotretter freuen sich auf die Ausstrahlung.“

Die einzelnen Sendungen: 25. Januar, 1. Februar, 8. Februar und 15. Februar 2012, jeweils 21 Uhr im NDR Fernsehen.

Freya, die Fischerstochter von Laboe

Film von Corina Rößner am 15. Februar um 21 Uhr im NDR
Die Reihe "Seenotretter" zeigt Arbeit und Leben der Männer und Frauen auf den
Seenotkreuzern "Theodor Storm" (SK 33), der in Büsum an der Nordsee stationiert ist, und
"Berlin" mit Standort Laboe an der Ostsee.
Die Fischerstochter von Laboe: Die 20-jährige Freya Hohmann fährt schon lange zur See.
Auf dem Fischkutter ihres Vaters macht sie ihre Ausbildung. Im Hafen von Laboe liegt
direkt neben Papas Schiff der Seenotkreuzer "Berlin". Freya bewundert die Seenotretter.
Ihr Traum ist es, selbst einmal am Steuer des Kreuzers zu stehen. Die Crew um Vormann
Micha Müller erfüllt ihr diesen Wunsch.

Bild © Leuchttuerme.de

Seenotretter helfen Fischern in Nord- und Ostsee

Sowohl vor der Nord- als auch vor der Ostseeküste Schleswig-Holsteins sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 27. Dezember 2011, jeweils einem manövrierunfähigen Fischkutter zu Hilfe gekommen. Seenotkreuzer der DGzRS nahmen die beiden Schiffe mit jeweils zwei Menschen an Bord auf den Haken und brachten sie sicher in den nächsten Hafen.
Der Seenotkreuzer THEODOR STOM/Station Büsum lief am Nachmittag nach einem Notruf des Krabbenkutters „Marschenland“ aus. Das in Friedrichskoog beheimatete Schiff trieb mit Maschinenausfall bei südwestlichen Winden um fünf Beaufort (bis knapp 40 km/h Windgeschwindigkeit) im Süderpiep-Fahrwasser vor der Dithmarscher Küste. Da sich die Hydraulik nicht mehr bedienen ließ, mussten Seenotretter und Fischer vereinte Muskelkraft aufwenden, um das noch ausgebrachte Fanggeschirr des Kutters einzuholen und zu sichern. Die THEODOR STORM nahm die „Marschenland“ auf den Haken und brachte Schiff und Besatzung unversehrt nach Büsum.
Bereits in den frühen Morgenstunden war der Seenotkreuzer NIS RANDERS/Station Maasholm am Ausgang der Eckernförder Bucht in der Ostsee im Einsatz. Der Kapitän des knapp zehn Meter langen Kutters „Gotland II“ (Heimathafen Eckernförde) hatte die Seenotretter um Hilfe gebeten, nachdem sich sein Schiff bei südwestlichen Winden um sechs Beaufort (bis etwa 50 km/h Windgeschwindigkeit) rund 700 Meter vor der Küste von Bookniseck das Netz in den eigenen Propeller gezogen hatte. Das Tochterboot ONKEL WILLI der NIS RANDERS nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn sicher nach Damp.

Archivfoto © DGzRS. Seenotkreuzer THEODOR STORM der DGzRS im Einsatz vor Büsum

Rezepte und Geschichten- das Seenotretterkochbuch

Helden wollen sie nicht sein. Aber wenn andere Schiffe Schutz im sicheren Hafen suchen, fahren sie hinaus aufs offene Meer, um Menschenleben zu retten: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Seit Gründung der DGzRS im Jahre 1865 haben sie rund 77.000 Menschen aus Seenot gerettet.
Auch Helden - die sie nicht sein wollen - müssen essen, und das nahrhaft, nach einem Kräfte zehrenden Einsatz. Silke Arends hat einige Seenotretter-Stationen an Nord- und Ostsee besucht und ihnen nicht nur über die Schulter in den Kochtopf geschaut, ... Mehr...

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Einblick in die "Hannes Glogner"

Bild © DGzRS

[DGzRS] Die Seenotkreuzer "Nis Randers", "Vormann Jantzen" und "Hannes Glogner "mit ihren Tochterbooten sind weiterentwickelte Nachbauten der sich im Dienst befindlichen Einheiten der EISWETTE-Klasse. Die Ausrüstung und Einrichtung für den Seenot-Rettungsdienst ist ständig verbessert worden. Die Seenotkreuzer zählen damit zu den modernsten und leistungsfähigsten SAR-Einheiten, auch im internationalen Vergleich.
Als Neukonstruktion auf der Basis der 8-m-Seenotrettungsboot-Prototypen gilt das Tochterboot, das bei einer Länge von gerade 7,0 Metern 17 Knoten schnell ist. Zudem fand ein neues Aufholsystem für das Tochterboot Verwendung. Der Aufholvorgang erfolgt nunmehr vollautomatisch. Das Tochterboot hakt sich selbsttätig ein und wird auf einem Schlitten transportiert, der mit hydraulisch angetriebenen Ketten bewegt wird.
Diese Seenotkreuzer sind als Schweißkonstruktion ganz aus seewasserbeständigem Leichtmetall im bewährten Netzspantensystem gebaut und zeichnen sich besonders durch ihre hohe Seetüchtigkeit und ihre selbstaufrichtenden Eigenschaften aus. Sie sind für den Einsatz bei jedem Wetter im Küstengebiet und auf hoher See bestimmt. Sie besitzen in Grundsee und Brandung gute See- und Manövrier-Eigenschaften, überstehen heftige Grundstöße und Berührungen und sind in der Lage, unter schwersten Bedingungen bei einem Havaristen längsseits zu gehen. Durch die Anordnung von Tanks und Leerzellen ist das Innere des Bootes bei eventuellen Beschädigungen praktisch durch eine zweite Haut, im Bereich der Kühltaschen sogar durch eine dritte, geschützt.

Bild © Horst - Peter Kraemer

Die Seenotretter der DGzRS im Internet unter http://www.seenotretter.de.

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