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[von Beate Geisler]
Der aktuelle Leuchtturm Friedrichsort steht auf einer ca. 1.500 qm großen (extra aufgespülten) Sandinsel mitten in der Kieler Förde, und ist seit 1971 in Betrieb. Er dient als Leit-, Quermarken- und Orientierungsfeuer. Der weiße Turm mit grünen Bändern und einer Galerie ist 32 m hoch, wodurch er (von der See aus gesehen) nicht mehr inmitten in der Lichtsilhouette der Stadt Kiel liegt – wie seine Vorgänger – und auch sein Licht nicht mehr in die Schiffsbrücken strahlt; die Feuerhöhe beträgt 32 m, Tragweite: weiß 18 sm/rot 9 sm / grün 6 sm; er steht auf 12 bis zu 36 m langen Stahlbetonbohrpfählen. Der Friedrichsorter Leuchtturm arbeitet vollautomatisch und wird von Travemünde aus überwacht.
Bereits 1815 wurde an der engsten Stelle der Kieler Förde eine hölzerne Leuchtbarke errichtet, die 1853 durch eine eiserne ersetzt wurde. 1866 wurde ein 11 m hohe Leuchtturm aus gelben Klinkern errichtet und 1889 auf 14,5 m aufgestockt; bei dieser Gelegenheit erhielt der Turm ein Glockenläutwerk zur Nebelwarnung und einen rot-weißen Anstrich. 1936 wurde anlässlich der Segelolympiade eine größere Laterne auf den Turm gesetzt, diese war ursprünglich für den afrikanischen Hafen Lomé bestimmt. 1972 wurde dieser Leuchtturm abgerissen und die Laterne - zuerst stand sie an der Westseite des Hafens im Kieler Stadtzentrum - erhielt im Sommer 2003 in der Kieler Innenstadt, als erhaltungswürdiges Baudenkmal einen neuen Standort.


Bild © Thorsten Solmecke

Bild © Fabian Külpmann