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Leitfeuer Eckernförde

[von Ulrich Sengebusch]
Der alte Leuchtturm im Süden der Stadt wurde 1907 erbaut und zeigte den Weg durch die Förde und markierte durch einen Warnsektor militärisches Sperrgebiet. Sein Standort war zur Zweckerfüllung nicht optimal. So wurde er im Zuge der Automatisierung stillgelegt und in den Farben der Stadt – blau und gelb – gestrichen. (Stillgelegte Leuchttürme dürfen nicht in den üblichen Farben rot, weiß oder schwarz gestrichen sein.)
Im Jahre 1986 wurde das Leitfeuer Eckernförde in Betrieb genommen und warnt vor den Untiefen “Stoller Grund” und “Mittelgrund” sowie vor den Testgewässern der Marine.
Das Aussehen des neuen Leuchtfeuers hat mit der Romantik, wie man sich einen Leuchtturm vorstellt, nichts gemein: In dem viereckigen weißen Betonturm befinden sich unten die Technikräume und an seiner Spitze ragen zwei rote Plattformen zur Seeseite.
Der Turm hat eine Höhe von 26,9 Metern, die Feuerhöhe beträgt 36 Meter. Die Xenon-Hochdrucklampe, in Verbindung mit einer Gürtellinse, erreicht bei Nacht eine Tragweite von 21,6 sm. Die Kennungen des Leitfeuers werden über getrennte “Otterblenden” erzeugt.
Die Fernüberwachung erfolgt durch die Verkehrszentrale in Travemünde.

Bild © Thorsten Solmecke

Unterfeuer

Bild © Jörg Nöchel