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[von Ulrich Sengebusch]
Wo liegt Holnis? Dieser Ort ist nicht in jedem Atlas verzeichnet.
Lasst euch mit einem „Flens“ in der Hand auf einen Törn von Flensburg in gleichnamiger Förde Richtung Ostsee einladen. Zuerst geht’s stark nach Nordosten, rechter Hand liegt Glücksburg, immer einen längeren Aufenthalt wert.
Und wenn Dänemark mit Broagerland direkt gradaus vor Augen kommt, dann heißt es oberhalb der Halbinsel Holnis: Kurswechsel nach Ost und leicht nach Süden.
Dort steht der Leuchtturm „Holnis“. An der Spitze der Halbinsel eines der beliebtesten Surfreviere an der Ostküste. Die Westküste steht zum Teil unter Naturschutz.
In den Jahren 1896/ 1897 wurde ein viereckiger Backsteinbau mit einer Höhe von 13 Metern errichtet. Aus drei Luken im obersten Stockwerk leuchtete das Licht hinaus in die Nacht.
Neuere technische Einbauten lohnten im alten Turm nicht und so wurde dicht daneben in den Jahren 1964 bis 1967 ein doppelt so hoher Turm in Stahlbetonbauweise errichtet. Mit weißen und roten Platten verkleidet zeigt er der Schifffahrt als Leit-, Quermarken- und Orientierungsfeuer den Weg in der Flensburger Förde.

In den festen eiszeitlichen Moränengrund wurde eine Betonplatte von 8 Metern Durchmesser und einer Dicke von einem Meter als Flachgründung gebaut. Auf diesem Fundament wurde der Turm Stück für Stück in Gleitbauweise hochgezogen.
Am 10. Mai 1967 übernahm der neue Leuchtturm seine Aufgabe.
Der alte fiel 1980 unter der Wucht einer Abrissbirne.
Die Verkehrszentrale in Travemünde überwacht den Leuchtturm „Holnis“, der mit seinem weißen Licht 7,5 sm über die Flensburger Förde strahlt.

Bild © Thorsten Solmecke

Bild © Oliver Gerdesmeyer