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Leit- und Orientierungsfeuer Büsum

[von Ulrich Sengebusch]
Um den heimkehrenden Fischern den rechten Weg zu weisen, hing seit 1878 auf dem Deich des alten Hafenteils von Büsum eine Öllaterne.
In diese Zeit fallen zwei Ideen des Ingenieurs Max Gehre aus Rath bei Düsseldorf, der auf der Insel weilte: Er experimentierte mit den vorhandenen Energien Wasser und Wind. Er konstruierte eine Leuchttonne, in der durch Wellenbewegung Strom für die Laterne erzeugt wurde. Um 1900 ließ er ein 30 m hohes Eisengerüst als Leuchtturm aufstellen, das mit einem Windrad zur Stromerzeugung ausgerüstet war. Beide Ideen fanden nicht die Zustimmung der Behörde, zumal es auch auf Büsum windstille Tage gibt.
So wurde 1902 wieder auf das alte Feuer zurückgegriffen. Durch den zunehmenden Schifffahrtsverkehr wurde im Jahr 1912 mit dem Bau eines neuen Leuchtturmes begonnen. Auf 41 eingerammten Holzpfählen ruht das gemauerte Fundament des aus vorgefertigten Gusseisenteilen erstellten Leuchtturmes. Im September 1913 nahm der ehemals schwarz gestrichene Leuchtturm seinen Betrieb auf. Von Beginn an wurde das Leuchtfeuer elektrisch betrieben und ist seit 1976 fernüberwacht.

Bild © Thorsten Solmecke

Bild © Ulrich Sengebusch

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Bild © Büsum-TV | Norbert Krawiec

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