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See-, Quermarken- und Leitfeuer Westerheversand

[von Ulrich Sengebusch]
1624 erhielt der Bürgermeister von Friedrichstadt vom Gettorfer Herzog das Privileg zur Eindeichung am Heverstrom – zwischen den Kirchen Westerhever und Marköver, zwischen zwei Feuerbaken.
Diese waren sicher für die in das schwierige Fahrwasser der Hever einlaufenden Schiffe eine Hilfe und können als bescheidenen Vorläufer des heutigen Leuchtfeuers angesehen werden.
Im Mai 1906 wurde rund 1000 m vor dem Seedeich auf einer 4 m hoch aufgeschütteten Warft mit den Arbeiten zur Errichtung des Leuchtfeuers begonnen. 127 Rundpfähle mit einer Länge von 7,75 Metern tragen den 4,70 m hohen 16-eckigen Betonsockel. Der darauf montierte Turm besteht aus 608 miteinander verschraubten gusseisernen Platten und ist 10 Stockwerke hoch.

Das oberste Stockwerk beherbergt die „Laterne“, das eigentliche Leuchtfeuer. Es befindet sich auf einer Höhe von 41,5 m über dem mittleren Tidehochwasser und strahlt 22 sm weit.
Am 17. Juli 1907 stand der Turm. Das eigentliche Leuchtfeuer konnte erstmalig im Mai 1908 in Betrieb genommen werden. Bis 1974 diente eine Kohlelichtbogenlampe aus Lichtquelle. 1975 trat an ihre Stelle eine Xenon-Hochdruck-Entladungslampe.
Aus dem ursprünglichen Leitfeuer mit Quermarken und weißen, grünen und roten Sektoren ist ein Seefeuer mit Quermarken geworden.
Im Dezember 1979 verließ der letzte Leuchtturmwärter seinen Arbeitsplatz. Seit dem wird das Leuchtfeuer von Tönning aus ferngesteuert.
Seit 1977 sind im südlichen der beiden Leuchtturmwärterhäuser Nationalparkbetreuer der Schutzstation Wattenmeer untergebracht. 1982 richtete die Universität Kiel im Nordhaus eine Biologische Station ein, die im Jahr 2001 von der Schutzstation Wattenmeer als "Nationalpark Seminarhaus Westerhever" übernommen wurde. Hier finden auch regelmäßig Wochenendkurse z.B. über Zugvögel oder die Ökologie des Wattenmeeres statt.
Rechtzeitig zum 100. Geburtstag 2007 wurde im vergangenen Jahr der Leuchtturm auf "Hochglanz poliert", gesandstrahlt und neu angestrichen. Der Leuchtturm ist im Sommer, nach Anmeldung und unter Führung, auch von innen zu besichtigen und zu besteigen, und Brautpaare können sich im Westerhever das „JA“ - Wort geben.

Die Internetseite der Schutzstation Wattenmeer aufrufen.

Bild © Thorsten Solmecke

Heiraten auf dem Leuchtturm Westerhever

Auskunft erteilt das Amt Eiderstedt 
Telefon: 04865-1206 
Eine Bitte: 
Bei einem Kontakt mit dem Veranstalter bitte die Internetseite Leuchttuerme.de nennen. Herzlichen Dank!  

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