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[von Ulrich Sengebusch]
In ersten Urkunden tauchte 1649 der Name „Hornum“ auf und bezeichnete die südliche Sylter Halbinsel von Rantum bis zur Odde. Lange vorher trieben Seeräuber und Strandpiraten in dem unwegsamen Dünengebiet am tideunabhängigen Naturhafen von Renning ihr Unwesen. Nach gleichem Strickmuster wie überall: Sie lockten durch falsch gesetzte Seefeuer die Frachtensegler in Untiefen und plünderten sie aus.
In den Jahren 1906 und 1907 wurde der 33 m hohe Hörnumer Leuchtturm auf einem Betonsockel errichtet. Auch er ist, wie seine „Kollegen“ Westerheversand auf Eiderstedt und Süderkoog auf Pellworm, von der Isselburger Hütte am Niederrhein aus vorgefertigten Stahlsegmenten gebaut.
Da der rot-weiße Turm auf einer 17 m hohen Düne steht, befindet sich das Lampenhaus in 48 m Höhe über dem Meeresspiegel. Das Leuchtfeuer wurde von beginn an elektrisch betrieben und hat eine Reichweite von bis zu 20 sm. Seit 1948 ist der Turm an das allgemeine Stromnetz angeschlossen und wurde bis 1977 von einem im Nachbarhaus wohnenden Leuchtturmwärter betreut. Seit der Zeit wird er vollautomatisch betrieben.

Etwas wissenswertes: Von 1927 bis 1933 war im Leuchtturm die kleinste Schule Deutschlands untergebracht.

Und ab sofort kann der Hörnumer Leuchtturm besichtigt werden. Auf knapp 50 m Höhe bietet sich von der Außengalerie ein Blick über die Insel – bis hin nach Amrum und Föhr. Die Besichtigungen finden montags, mittwochs und donnerstags jeweils um 9:30, 10:30 und 11:30 Uhr statt.

Beim Tourismus Service Hörnum ist gegen Vorlage der Sylter Inselkurkarte das „Turm-Ticket“ für 4,20 € (Erwachsene) zu erstehen. Kinder (Mindestalter 8 Jahre) zahlen 2,10 €. Und das Besucherzertifikat kostet auch noch mal 1,00 € pro Person.



Bild © Peter Lecjaks

Bild © Friedel Leckebusch

Unterfeuer Bild © Peter Lecjaks