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[von Ulrich Sengebusch]
Schon immer war die 30 m hohe Steilküste, „das Rote Kliff“ an der Westküste Sylts, zwischen Wenningstedt und Kampen gelegen, für die Schifffahrt eine Tagesmarke. Heute ist das Kliff in Teilen nicht mehr so zu betrachten wie noch vor vielen Jahren. Intensiver Küstenschutz, besonders durch Sandvorspülungen, hat dazu geführt, dass das Kliff, insbesondere bei Wenningstedt, durch Dünen bedeckt ist.
Gut 2,5 km nordwestlich von Kampen wurde 1913 der achteckige Leuchtturm „Rote Kliff“ als Ergänzung zum Hauptfeuer in Kampen in Betrieb genommen. Sein Quermarkenfeuer sollte vor der Sandbank nahe der Einfahrt zum Lister Tief warnen.
Die Wärter des großen Turmes überwachten das Leuchtfeuer.
Der Turm war ein ca.13 Meter hoher Klinkerbau mit weißer Laterne und Kuppeldach.
1936 erfolgte die Umstellung auf Glühlampenlicht. Als Festfeuer mit roten und weißen Sektoren; die Feuerhöhe betrug 23 Meter und das weiße Licht strahlte 16 Seemeilen über das Meer.
1975 wurde das Feuer „Rote Kliff“ gelöscht und der Leuchtturm in Kampen übernahm mit einem roten Sektorenfeuer seine Aufgabe.
Seit 1976 befindet sich der Turm als Tagessichtmarke ohne Leuchtfeuereinrichtung im Besitz der Gemeinde Kampen und wurde 1993 saniert.

Bild © Christian Lenz

Bild © Peter Lecjaks