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[von Ulrich Sengebusch]
Das nördlichste Gebäude in Deutschland ist weiß gestrichen und hat eine rote Spitze: der Leuchtturm List - West.
Im Naturschutzgebiet, am Nordende der Insel Sylt, stehen er und sein ‚Bruder' List - Ost, mit roter Bauchbinde und 2,7 km entfernt, auf dem "Ellenbogen" und führen die Küstenschiffe mit ihrem Feuer durch das "Lister Tief".

Beide Türme wurden in den Jahre 1856/ 57 erbaut, als dieser Teil Deutschlands noch zum Königreich Dänemark gehörte. In den Jahrzehnten zuvor wurden zur Sicherung der Schifffahrt im "Lister Tief" Tonnen ausgelegt und auf dem "Ellenbogen" Baken und später Feuerbaken errichtet. Doch deren schwaches Licht genügte bald nicht mehr den Anforderungen der Schiffer.
Wurden die Leuchttürme zuvor nur aus Stein errichtet, so gelten die beiden Lister als erste Leuchtfeuer Deutschlands in Gusseisenbauweise, sind somit einzigartige Technik - Denkmäler und wurden am 1. Januar 1858 in Betrieb genommen.
Seit 1977 senden die Türme ferngesteuert ihr Licht über die Nordsee.
Der Turm "West" mit seinem Leit-, Quermarken- und Orientierungsfeuer ist mit nur 11 m Bauwerkshöhe recht klein. Seine Feuerhöhe beträgt 19 m und er trägt sein weißes Licht 14 sm in die Dunkelheit. Die Feuerhöhe des Turmes "Ost" beträgt 22 m bei einer Bauwerkshöhe von 13 m. Tragweite des Leit- und Orientierungsfeuers weiß = 14 sm. Beide Feuer haben als Optik die Gürtellinse.


Bild © Friedel Leckebusch

Bild © Friedel Leckebusch